Der frühere Bundesliga-Profi Steffen Karl ist wegen erneuter Verwicklung in eine Spielmanipulation für ein Jahr gesperrt worden.

Der 40-Jährige soll als Präsident und Spieler des Kreisligisten Viktoria Einsiedeln Drahtzieher des für 150 Euro und zwei Kisten Bier gekauften 9:2 gegen den BSC Rapid Chemnitz II gewesen sein. Karl, der bereits 2005 gestanden hatte in den Skandal um den Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer verstrickt gewesen zu sein, bestreitet jedoch jegliche Verwicklung.

"Dazu äußere ich mich nicht, denn ich habe das Urteil noch nicht erhalten. Ich werde es lesen und mich dagegen wehren", sagte Karl der "Freien Presse". Mehrere Spieler hätten Karl, der in der Bundesliga für Borussia Dortmund und Hertha BSC Berlin spielte, als Drahtzieher der Aktion benannt.

Durch den hohen Erfolg hätte Viktoria im entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die 8. Liga ein 1:0-Sieg gereicht. Das Spiel ging allerdings 0:4 verloren.

Karls Klub werden im kommenden Jahr 25 Punkte abgezogen. Außerdem wird der Verein für zwei Jahre von allen Pokalwettbewerben ausgeschlossen und erhält eine Geldstrafe von 150 Euro. Vier Spieler von Rapid, die das Manipulationsangebot angenommen hatten, wurden für acht Spiele gesperrt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel