1860 München trauert um Karl-Heinz Wildmoser. Der ehemalige Präsident der "Löwen" ist in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 71 Jahren gestorben. Wildmoser erlag unerwartet einem Herzstillstand in Folge einer massiven Lungenembolie.

Er war vor zwölf Tagen nach einem Schwächeanfall in eine Münchner Klinik gebracht worden, dort war ein gutartiger Tumor im Gehirn entfernt worden.

"Mit tiefem Bedauern habe ich die Nachricht zur Kenntnis genommen. Karl-Heinz Wildmoser hat über ein Jahrzehnt die Geschicke und Erfolge des Vereins bestimmt. Für uns alle kam sein Tod unerwartet. Im Namen des Präsidiums und der Gremien des TSV München von 1860 möchte ich der Familie mein tiefstes Bedauern aussprechen", sagte 1860-Präsident Rainer Beeck.

"Er war immer authentisch, ein Typ ohne Zweifel, eine große Persönlichkeit bei 1860 und im deutschen Fußball", würdigte 1860-Sportdirektor Miki Stevic den Ex-Boss der Münchner.

Der neue Geschäftsführer Robert Niemann sprach von einer "beeindruckenden Persönlichkeit. Gerade in der schwierigen Zeit für 1860 kommt es darauf an, dass wir als Team eng zusammenhalten und den Verein im Sinne von Karl-Heinz Wildmoser in die Zukunft führen."

Auch der FC Bayern kondolierte am Mittwoch. Man habe "mit großem Bedauern" vom Tod Wildmosers erfahren: "Unsere Anteilnahme gilt in diesen Stunden seiner Frau, seiner Familie und den Angehörigen."

Der Großgastronom stand von 1992 bis 2004 an der Spitze des Münchner Traditionsvereins. Während seiner Amtszeit stiegen die Münchner von der Bayernliga in die Bundesliga auf und standen im Jahr 2000 unter dem damaligen Trainer Werner Lorant sogar auf dem Sprung in die Champions League.

Am 14. Mai 2001 wurde Wildmoser das Bundesverdienstkreuz verliehen. Von einem Teil der 1860-Fangemeinde wurde ihm jedoch vorgeworfen, die Identität des Vereins durch den gemeinsamen Stadionbau der Allianz Arena mit dem Erzrivalen Bayern München verkauft zu haben. Wildmoser hatte den Verein nach seinem Rücktritt in einem finanziell schlechten Zustand hinterlassen.

Von einem Teil der 1860-Fangemeinde wurde ihm jedoch vorgeworfen, die Identität des Vereins durch den gemeinsamen Stadionbau der Allianz Arena mit dem Erzrivalen Bayern München verkauft zu haben.

Wildmoser hatte den Verein nach seinem Rücktritt in einem finanziell schlechten Zustand hinterlassen.

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