Manfred Amerell hat in der Schiedsrichter-Affäre seinen Widersacher Michael Kempter erneut der Lüge bezichtigt. "Die Aussagen sind dreist und komplett gelogen. Ich bin es leid, dauernd durch den Schmutz gezogen zu werden. Ich muss den Leuten deutlich zeigen, wer die Wahrheit und wer die Unwahrheit sagt", sagte der 63-Jährige der "Bild".

Amerell, ehemaliger Schiedsrichterbeobachter des Deutschen Fußball-Bundes, wird von Ex-FIFA-Referee Kempter und drei weiteren Kollegen der sexuellen Nötigung beschuldigt. Wegen dieser angeblichen Verleumdung fordert Amerell von Kempter Schadensersatz in Höhe von 150.000 Euro.

Zudem wird Amerell demnächst Klage gegen den DFB einreichen. Der Streitwert soll bei mindestens 100.000 Euro liegen. Das DFB-Präsidium hatte am vergangenen Freitag jegliche Ansprüche seitens Amerell ablehnt.

Amerell wirft Kempter vor, falsche Tatsachen über die angeblichen sexuellen Nötigungen zu behaupten. So bestreitet Amerell unter anderem, Kempter am 31. August 2008 nach dem Spiel Bayern München gegen Hertha BSC Berlin in dessen Hotelzimmer aufgesucht und intim berührt zu haben. Amerell hat allen Schiedsrichtern der 1. und 2. Bundesliga sowie dem kompletten DFB-Präsidium eine 21-seitige Dokumentation zukommen ließ.

Auch beim DFB wurde die Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Kempter zuletzt größer. Der 27-Jährige wird bis auf weiteres aus dem Spielbetrieb genommen.

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