DFB-Präsident Theo Zwanziger hat das Sportwetten-Monopol in Deutschland heftig kritisiert.

"Eine Finanzierungsmöglichkeit von drei Milliarden Euro werden durch Verbote in einer perversen Art und Weise heruntergerechnet auf rund 200.000 Euro. Das kann ich wirklich nicht begreifen. Dabei würde es Sportwetten ohne Fußball überhaupt nicht geben", sagte Zwanziger bei der Ligavollversammlung in Berlin.

Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball forderte die Politik insbesondere in Bezug auf das staatliche Wettmonopol zu gemeinsamen Gesprächen auf.

"Wir wollen eine ausgewogene Lösung. Wir wollen nicht, dass der Fußball als Melkkuh gesehen wird. Immerhin bietet die Bundesliga rund 100.000 Menschen Brot und Arbeit", sagte Rauball.

Zuvor hatte sich auch Franz Beckenbauer für die Abschaffung des Sportwetten-Monopols ausgesprochen. Dem Sport in Deutschland würden so bis zu 400 Millionen Euro im Jahr an Sponsoring-Einnahmen fehlen.

Und der Staat verzichte auf Steuern. "Die Politik ist jetzt gefragt. In Frankreich und Italien gibt es Konsensmodelle, die diese Probleme regeln", sagte der "Kaiser".

Im Mai hatte sich der deutsche Sport für eine staatlich regulierte, kontrollierte Öffnung des Sportwetten-Marktes ausgesprochen. Daran geknüpft war allerdings die Forderung nach dem Erhalt des staatlichen Veranstalter-Wettmonopols im Bereich der Lotterien (Glücksspirale, Lotto, Toto).

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