Zwei ranghohe Funktionäre des Weltverbandes FIFA werden im Zuge der Vergabe der WM 2018 mit schweren Bestechungsvorwürfen konfrontiert.

Nach einem Bericht der britischen Sonntagszeitung "Sunday Times" sollen zwei Exekutivkomitee-Mitglieder angeboten haben, gegen Zahlung einer Geldsumme für die Austragung in dem entsprechenden Land zu stimmen. Die FIFA hat bereits eine umfassende Untersuchung der Vorfälle angekündigt.

Ein Offizieller soll bei einem Treffen mit Reportern der Zeitung, die sich als Funktionäre der USA ausgegeben hatten, umgerechnet rund 570.000 Euro für seine Stimme gefordert haben. Der andere, bei dem es sich um einen der sieben Vize-Präsidenten der FIFA handeln soll, gar 1,6 Millionen Euro. Letzterer soll den angeblichen Bittstellern zugleich berichtet haben, dass bereits Vertreter zweier weiterer Bewerberländer versucht hätten, seine Stimme zu "kaufen".

Beide Funktionäre sollen beim Bestechungsversuch gefilmt worden sein, die FIFA sichtet das Material jetzt einer Stellungnahme zufolge. "Erst wenn die Sichtung des Materials abgeschlossen ist, kann die FIFA über mögliche weitere Schritte entscheiden", hieß es von Seiten des Verbandes. In der Zwischenzeit werde es keine weiteren Kommentare aus der Schweiz geben.

Die USA hatten ihre Bewerbung um die WM 2018 erst am Freitag zurückgezogen, um sich voll auf die Kandidatur für 2022 zu konzentrieren - zumal die FIFA hat durchblicken lassen, dass sie das Turnier in acht Jahren in Europa ausrichten will.

Im Rennen um die WM 2018 sind noch die Bewerbungen von England, Russland sowie den Kandidaten-Duos Spanien/Portugal und Niederlande/Belgien. Für 2022 haben außer den USA auch Japan, Südkorea, Australien und Katar Ambitionen.

Die FIFA-Exekutive wird ihre Entscheidung über die Vergabe beider Weltmeisterschaften am 2. Dezember in Zürich treffen.

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