Der Skandal um die Schiedsrichter-Affäre um Manfred Amerell und Michael Kempter geht in die nächste Runde.

Nachdem Amerell lange Zeit geschwiegen hatte, meldete er sich nun wieder zu Wort. Grund ist der Vorwurf von DFB-Präsident Theo Zwanziger, Amerell hätte über Jahre hinweg seine Amtspflichten verletzt.

"Was Herr Zwanziger nun macht, ist ehrenrührig", erklärte der Ex-Obmann in der "tz". "Gegen diese Behauptung werde ich nun zivilrechtlich und strafrechtlich vorgehen", fügte er an. Auch Kempter bekommt sein Fett weg.

"Am 1. April dieses Jahres hat Michael Kempter bei der Staatsanwaltschaft Augsburg zu Protokoll gegeben, er habe seit zehn Jahren gleichgeschlechtlichen Verkehr. Ich erinnere noch an seine Auftritte, wo er heftig eine homosexuelle Neigung verneinte", klärte Amerell auf und legte nach:

"Am 9. April sagte Theo Zwanziger auf dem außerordentlichen Bundestag, Kempter könne wieder pfeifen, alles sei in Ordnung. In dem Moment hat der DFB-Präsident die Delegierten schamlos belogen. Zwanziger ist für mich ein ausgesprochener Lügner."

Dass Kempter Zwanziger mit "Theo" anspricht, findet Amerell ebenfalls eigenartig: "Da frage ich mich, wieso ein 27-jähriger Schiedsrichter den DFB-Präsidenten duzt. Welche Interessen verbindet die beiden?"

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel