Im Limburger Prügelskandal hat eine angeklagte Polizistin vor dem Amtsgericht einen Übergriff auf zwei Fußballerinnen des VfR 07 Limburg im Hessenpokal-Halbfinale Mitte April gestanden.

Die 27-Jährige erklärte beim Prozessauftakt am Mittwoch, sie sei zuvor provoziert worden. Das bestreiten die Opfer.

Der Vorfall hatte sich zwei Minuten vor dem Ende der Begegnung zwischen den Gastgeberinnen und Germania Wiesbaden ereignet. Nachdem eine für Wiesbaden spielende Freundin der Polizeibeamtin gerempelt worden war, stürmte die Angeklagte aufs Feld und schlug die zwei Limburgerinnen.

Diese mussten mit Gesichtsprellungen und Gehirnerschütterungen ins Krankenhaus gebracht werden. Eine der Frauen erlitt sogar einen Nasenbeinbruch. Die Partie wurde nach dem Zwischenfall beim Stand von 0:1 abgebrochen.

Bereits vor Beginn des Prozesses hatte die Polizistin ihren Opfern Schmerzensgeld gezahlt. Im Gerichtssaal entschuldigte sie sich nun unter Tränen bei den von ihr attackierten Spielerinnen.

Der Prozess soll nach Aussage eines Gerichtssprechers am 17. November fortgesetzt werden. Dann ist auch mit einem Urteil zu rechnen.

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