Am kommenden Mittwoch, dem ersten Todestag von Mannschaftskapitän Robert Enke, richtet Bundesligist Hannover 96 vor dem Nordeingang seiner Arena einen Ort zum Erinnern und Gedenken ein.

Vor einem Jahr hatten sich an dieser Stelle nach der schockierenden Nachricht vom Selbstmord des an Depressionen erkrankten Nationaltorhüters hunderte Menschen versammelt und zahlreiche Kerzen sowie Blumen, Fotos und Erinnerungsstücke aufgestellt.

Bei der Gestaltung des Bereichs wirkt der Direktor des Osnabrücker Diözesanmuseums, Hermann Queckenstedt, mit.

Er hatte nach den Tagen der Trauer im November 2009 die von den Fans mitgebrachten Fotos, Schals und dergleichen gesammelt, zum Teil gereinigt und aufbewahrt. Einige davon werden im Osnabrücker Museum in der Ausstellung "Im Fußballhimmel und auf Erden" gezeigt.

Die Fans planen für Mittwochabend einen Trauermarsch, der ab 18.30 Uhr von einem Platz in der Innenstadt zum Stadion führen soll.

Allerdings ist diese Veranstaltung offiziell noch nicht bei der Stadt angemeldet. Die Polizei bereitet sich dennoch auf eine "spontane Versammlung" vor und wird gegebenenfalls notwendige Absperrmaßnahmen treffen.

Zudem wird die Stadt Hannover Ehren Enkes eine Straße umbenennen.

Oberbürgermeister Stephan Weil wird am Mittwoch öffentlich seinen Vorschlag der Ratsversammlung unterbreiten.

Die notwendige Zustimmung der Stadtversammlung gilt als Formalie. Die Robert-Enke-Straße wird sich in der Nähe des 96-Stadions befinden.

Die Umbenennung erfolgt in Abstimmung mit Witwe Teresa Enke und dem Verein.

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