Mit einem Schulterschluss im Kampf gegen Depressionen und Burn-outs im deutschen Profifußball wollen führende Verbände eine Wiederholung des Falls Robert Enke verhindern.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die Deutsche Fußball Liga (DFL), die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV) und der Ligaverband stimmen sich nach VdV-Angaben derzeit über ein gemeinsames Konzept ab. "Ziel ist, bis zum Saisonende ein landesweites Grundgerüst psychologischer Beratungsmöglichkeiten zu schaffen", sagte VdV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky.

Auch die Deutsche Sporthochschule in Köln ist in das Projekt eingebunden. "Wir versuchen, möglichst viele an einen Tisch zu bekommen, insbesondere die Klubs und Verbände, um im Bereich Prävention von Burn-outs und Depressionen ein Papier zu beschließen, das eine Vermeidung solcher Krankheiten bewirkt", sagte Baranowsky.

Dezentral sollen künftig Psychologen zur Verfügung stehen, da laut VdV-Angabe bisher nur Rekordmeister Bayern München und Zweitligist SpVgg Greuther Fürth Fachkräfte fest im Team haben. Früherkennung und Aufklärung seien daher geboten. "Wir wollen, dass anschließend mehr Klubs aufspringen und mitmachen. Vereinsseitig wird bislang sehr wenig angeboten", sagte Baranowsky.

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