Altin Lala hat die öffentliche Trauerfeier für den verstorbenen Fußball-Nationaltorhüter Robert Enke als harte Prüfung bezeichnet. "Das waren die schlimmsten Minuten meines Lebens. Ich habe am ganzen Körper gezittert", sagte der Mittelfeldspieler von Hannover 96 der "Sport Bild" ein Jahr nach Enkes Selbstmord.

Der Albaner war damals einer von sechs Hannoveraner Profis, die den Sarg mit Enke getragen hatten.

Die öffentliche Aufbahrung im Mittelkreis der Arena vor zehntausenden Trauernden war nach Meinung des Mittelfeldspielers ein Fehler. "So etwas hatte ich vorher noch nicht einmal im Film gesehen. Und auf einmal mussten wir es selbst erleben. Ich kann niemanden dafür kritisieren, weil es keine Erfahrung mit so einer Situation gab", sagte Lala.

Anschließend sei es für die Mannschaft jedoch "eine besondere Belastung" gewesen, ins Stadion einzulaufen, `weil man in Gedanken auch immer auf Roberts Sarg zugelaufen ist".

Lala beklagte zudem mangelnde Unterstützung für die Spieler von Vereinsseite. "Hätte sich sofort ein professioneller Psychologe um die Menschen in unserer Mannschaft gekümmert, hätte das bestimmt geholfen", sagte der 34-Jährige.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel