Franz Beckenbauer sieht DFB-Präsident Theo Zwanziger als seinen legitimen Nachfolger im Exekutivkomitee der FIFA.

"Klar ist: Wenn Theo Zwanziger als Präsident des größten Fußballverbandes der Welt kandidiert, wird er auch gewählt. Ich würde mir wünschen, er könnte sich dazu entschließen. Das wäre sicher die beste Lösung für den deutschen Fußball", sagte der 65-Jährige der "Bild"-Zeitung.

Beckenbauer hatte am Donnerstag seinen Rückzug als Mitglied in der "Regierung" des Weltfußballs unter Vorsitz von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter angekündigt. Der "Kaiser" begründete seinen Entschluss mit "rein persönlichen und familiären Gründen".

Zwanziger selbst hielt sich - eine eigene Kandidatur betreffend - am Freitag bedeckt. "Franz Beckenbauer ist ein exzellenter und in der ganzen Welt außerordentlich hoch geschätzter Vertreter des deutschen Fußballs. Wir bedauern sehr, dass er sich aus der Exekutive zurückziehen möchte, respektieren aber selbstverständlich seine persönlichen Beweggründe. Wir werden jetzt ganz in Ruhe darüber nachdenken, wie wir uns für die im kommenden Jahr anstehende Wahl eines Nachfolgers aufstellen", sagte Zwanziger.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nun Zeit bis Januar, um sich Gedanken über einen geeigneten Nachfolgekandidaten für Beckenbauer zu machen. Neben Zwanziger ist auch DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach im Gespräch. Die europäischen Kandidaten für das Amt stellen sich dann beim UEFA-Kongress in Paris am 22. März zur Wahl.

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