Im Prozess um den größten Wettskandal im europäischen Fußball lässt das zuvor angekündigte erste Geständnis noch auf sich warten.

Die vorbereitete Aussage des Angeklagten Nürretin G., der von der Staatsanwaltschaft zum Führungskreis der Wettmafia gezählt wird, wurde am fünften Verhandlungstag am Mittwoch nicht verlesen.

Zunächst muss geklärt werden, ob es im Vorfeld zwischen den geständigen Angeklagten Nürretin G. und Tuna A. sowie der Staatsanwaltschaft Absprachen über das Strafmaß gab.

Die Verteidigung der ebenfalls angeklagten Stevan R. und Kristian S., die bislang schweigen, berichtete, dass angeblich vier oder fünf Jahre Haft bei einem Geständnis angeboten worden seien.

Der Vorsitzende Richter Carsten Schwadrat hatte zuvor auf Nachfrage erklärt, dass es von Seiten des Gerichts keine Absprachen gegeben habe.

Staatsanwalt Andreas Bachmann äußerte sich zunächst nicht dazu. Er soll am nächsten Verhandlungstermin am 25. November ebenso vernommen werden wie die Anwälte von Nürretin G. und Tuna A.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel