Nach den jüngsten Enthüllungen im Zuge des Korruptionskandals beim Weltverband FIFA fordert nun auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) Beweise von der englischen "BBC".

Die "BBC" hatte am Montagabend in ihrer Sendung Panorama über eine Verwicklung dreier FIFA-Exekutivmitglieder berichtet.

Die Funktionäre sollen in den 90er Jahren von der früheren FIFA-Hausagentur ISL bestochen worden sein.

Aus IOC-Kreisen soll zudem nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" Lamine Diack von der seit 2001 bankrotten Vermarktungsagentur geschmiert worden sein.

Das senegalesische IOC-Mitglied ist Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF.

"Das IOC hat die Enthüllungen der BBC verfolgt und wird die Programm-Macher auffordern, Beweise zu übermitteln. Das IOC hat eine Null-Toleranz-Grenze beim Thema Korruption und wird mögliche Beweise direkt an die Ethik-Kommission weiterleiten", hieß es in einem Statement des IOC.

Die FIFA zeigt derweil eine andere Haltung als das IOC: "Die Untersuchungen in diesem Fall sind abgeschlossen", hieß es in einer Mitteilung des Verbandes mit Verweis auf die damaligen Ermittlungen der Schweizer Behörden.

"Im Urteil des Gerichtes in Zug vom 26. Juni 2008 ist kein FIFA-Offizieller wegen krimineller Handlungen verurteilt worden."

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