DFB-Präsident Theo Zwanziger kandidiert als möglicher Nachfolger von Franz Beckenbauer nur mit einigen Bauchschmerzen für einen Sitz im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA.

Zwanziger wollte nach seiner Wiederwahl zum Verbands-Boss eher national Schwerpunkte setzen. "Ganz leicht - das gebe ich gerne zu - ist mir die Entscheidung, für ein weiteres internationales Amt zu kandidieren, nicht gefallen", sagte Zwanziger.

Aller Voraussicht nach wird er beim UEFA-Kongress in Paris am 22. März 2011 für den Sitz in der Regierung des Weltfußballs nominiert werden.

Nun muss sich Zwanziger, der bereits im Exko der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vertreten ist, in den kommenden Jahren national definitiv zurücknehmen.

"Wenn es so sein sollte, dass die UEFA mir auf ihrem Kongress im März ihr Vertrauen ausspricht, dann muss ich ab nächsten Sommer meine internationalen Tätigkeiten deutlich verstärken. Da ich auch ein Mensch bin, der sein Privatleben zudem nicht völlig aufgeben will, muss ich dann national bei Vorträgen und Veranstaltungen etwas kürzer treten", sagte der 65-Jährige.

Zwanziger war bei der DFB-Präsidiumssitzung Ende November zum offiziellen Kandidaten des Verbandes für das FIFA-Exko ernannt worden. Als Nachfolger von Beckenbauer soll er im Weltverband die europäischen Interessen vertreten.

Der "Kaiser" stellt sich nach vierjähriger Amtszeit nicht mehr zur Wahl. Dass er durch seine neuen internationalen Tätigkeiten nun noch mehr in den Fokus rückt, sieht Zwanziger kritisch.

"Ich wollte, auch das ist kein Geheimnis, dem Ratschlag zahlreicher Berater und meinem persönlichen Wunsch nach etwas mehr Privatsphäre folgen, und vor allem öffentlich ein wenig kürzer treten."

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