Der ehemalige Pressechef und Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Wilfried Gerhardt, ist tot.

Wie der DFB mitteilte, verstarb Gerhardt schon am 17. Dezember im Alter von 80 Jahren nach langer und schwerer Krankheit. Die Beisetzung hat noch vor Weihnachten in aller Stille und im engsten Familienkreis stattgefunden.

"Er war ein Mensch, der nie viel Aufheben um seine eigene Person gemacht hat und dennoch tiefe Spuren im Fußball hinterlässt", würdigte DFB-Präsident Theo Zwanziger den Verstorbenen.

Beispielhaft sei die Entwicklung der TV-Verträge gewesen. Zwanziger hob ebenso Gerhardts Kontakte zur internationalen Ebene und speziell zum damaligen FIFA-Präsidenten Sir Stanley Rous hervor.

Gerhardt hatte 1958 als Pressereferent beim DFB begonnen. Als Pressechef betreute er die Nationalmannschaft ab 1966 bei fünf Weltmeisterschaften. In dieser Zeit entstand eine enge Freundschaft zum damaligen Bundestrainer Helmut Schön.

Als Generalsekretär und hauptamtlicher Chef der DFB-Zentrale war Gerhardt von 1984 bis 1992 aktiv. Aus gesundheitlichen Gründen musste er 1992 mit 62 Jahren in Pension treten. Noch im selben Jahr wurde er zum DFB-Ehrenmitglied ernannt.

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