Der frühere Zweitliga-Profi Rene Schnitzler hat im Rahmen seiner Schilderungen von Wettaktivitäten im Fußball behauptet, die Mehrzahl der Top-Spieler seien notorische Zocker.

"Viele Profis haben gewettet wie Wahnsinnige. 70 oder 80 Prozent der Spieler einer Mannschaft setzen auf irgendwelche Partien in irgendwelchen Ligen", sagte Schnitzler, der unter anderem bei Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen und dem FC St. Pauli unter Vertrag stand, dem Magazin "Stern".

Schnitzler hatte im "Stern"-Interview zugegeben, insgesamt 100.000 Euro Bestechungsgeld für Spielmanipulationen angenommen zu haben. Er habe jedoch keine Spiele manipuliert.

Aus seiner Zeit bei Bayer berichtet Schnitzler, ein Nationalspieler habe den Kollegen am Flughafen vor einem Testspiel gegen Legia Warschau einen Hut hingehalten: Jeder Profi sollte 500 Euro in den Jackpot einzahlen. "Da segelten die Scheine, mehr als 5000 Euro lagen drin. Und die hat der kassiert, dessen Koffer zuerst aufs Gepäckband fiel."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel