Ein ehemaliger U-19-Spieler von Arminia Bielefeld hat im Prozess um den Wettskandal Bestechung im A-Jugendbereich bestätigt.

Der Angeklagte habe von ihm und anderen Spielern verlangt, Partien mit mindestens zwei Toren Unterschied zu verlieren. Er selbst habe wegen einer Verletzung gar nicht gespielt, von einem ehemaligen Spieler, über den der Kontakt hergestellt wurde, aber im Nachhinein 200 Euro erhalten.

Bei Manipulationsabsprachen vor einem weiteren Spiel habe er wie zwei Mitspieler "50 Euro fürs Wochenende zum Feiern" erhalten. 1500 Euro pro Spieler seien in Aussicht gestellt worden. Die Manipulation soll von dem Angeklagtem aber kurzfristig abgesagt worden sein, weil er angeblich in Asien nicht auf die Partie wetten konnte.

Der 18 Jahre alte Schüler, der am Donnerstag vor dem Bochumer Landgericht als Zeuge aussagte, meldete sich inzwischen bei der Arminia ab und wurde vom Deutschen Fußball-Bund für 14 Monate gesperrt.

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