Auch Ottmar Hitzfeld kann sich Borussia Dortmunds Erfolgscoach Jürgen Klopp als Bundestrainer vorstellen.

"Warum nicht? Wer seine Arbeit über die vergangenen Jahre hinweg analysiert, der sieht, dass bei Jürgen ein Konzept und Qualität dahinter steckt. Da wird nichts dem Zufall überlassen", sagte der Schweizer Nationalcoach in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt".

Unter Hitzfeld hatte der BVB die erfolgreichste Zeit der Klubgeschichte, wurde 1995 und 1996 Deutscher Meister und gewann 1997 die Champions League mit dem 3:1-Finalsieg in München gegen Juventus Turin.

Bundestrainer Joachim Löw hatte bereits zuvor erklärt, dass Klopp durchaus als Bundestrainer denkbar wäre. "Jürgen ist mit Leidenschaft bei der Sache und lebt das auch vor. Es macht Spaß, von außen mitanzuschauen, mit welcher Begeisterung er die Mannschaft führt", sagte Hitzfeld.

"Es ist sensationell, was der BVB in der laufenden Saison leistet. Von 18 Spielen hat er 15 gewonnen - das ist Wahnsinn."

Die Arbeit mit den jungen Talenten zeichne Klopp aus, und Hitzfeld lobte vor allem die Charakter-Eigenschaften der Stars wie Nuri Sahin, Kevin Großkreutz, Shinji Kagawa, Mario Götze oder Lucas Barrios.

"Insgesamt spiegelt Borussia Dortmund den deutschen Fußball wider", sagte Hitzfeld, der nicht zuletzt deswegen auch rosige Zeiten für die Nationalmannschaft sieht: "Ich denke schon, dass Deutschland zeitnah die Chance auf einen Titel hat. Das Potenzial dafür ist vorhanden. Zudem stimmt der Weg, den der Bundestrainer eingeschlagen hat. Joachim Löw macht einen hervorragenden Job. Er und die deutsche Mannschaft haben eine goldene Zukunft vor sich."

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