Im Wettskandal gerät Bundesligist FC St. Pauli immer stärker in Erklärungsnot. Laut Aussage des Wettpaten Marijo C. sollen drei Begegnungen der Hamburger von Spielern des Teams in der Zweiten Liga manipuliert gewesen sein. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Da seit den Enthüllungen des ehemaligen St.-Pauli-Profis Rene Schnitzler bereits Verdachtsmomente bei fünf Spielen bestehen, erhöht sich die Gesamtzahl umstrittener Spiele des FC St. Pauli auf sechs. Alle Spiele fanden 2008 statt.

Neu hinzugekommen ist durch die Aussage von Marijo C. das Heimspiel gegen Alemannia Aachen am 11. Mai 2008 (0:2).

Ferner nannte Marijo C. die Auswärtsspiele beim FSV Mainz 05 am 18. Mai (1:5) und am 23. November 2008 (2:2). Das geht nach "Spiegel"-Informationen aus dem Protokoll eines Verhörs vom 2. Dezember 2010 hervor, bei dem Marijo C. im Bochumer Polizeipräsidium sechseinhalb Stunden lang über seine kriminellen Machenschaften bei Fußballwetten redete.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der frühere Zweitliga-Profi Rene Schnitzler, der Anfang November 2010 in einem Gespräch mit dem Magazin Stern zugab, von einem Wettpaten insgesamt mehr als 100.000 Euro Bestechungsgeld angenommen zu haben. Dafür habe er 2008 fünf Spiele seines damaligen Vereins St. Pauli manipulieren sollen.

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