Die Spielergewerkschaft VdV schlägt in der Diskussion um die mangelhafte Bildung und Ausbildung vieler Fußball-Profis Alarm. "20 bis 25 Prozent der Spieler sind am Ende ihrer Karriere pleite oder überschuldet", sagte Geschäftsführer Ulf Baranowsky: "Sie wissen, dass sie auf eine Wand zurasen. Aber sie bremsen nicht."

Nach Informationen der Vereinigung der Vertragsfußballer haben nur zehn Prozent der deutschen Profis nach ihrer Karriere ausgesorgt. "Der untere Teil der Pyramide ist sehr breit. Im Bereich der Regionalliga spielen viele auf 400-Euro-Basis, müssen aber trotzdem in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Wie soll das funktionieren?", sagte Baranowsky.

Viele Spieler lebten auf zu großem Fuß. "Sie bilden keine Rücklagen oder werden schlecht beraten. Da fließen Gelder in die Kassen fragwürdiger Finanzberater. Dann sind viele nicht ausreichend versichert."

Auch die Eltern seien häufig ein Problem: "Da werden Illusionen und Wünsche verkauft, die sich nicht erfüllen lassen - auch von Klubseite. Gerade junge Eltern glauben häufig, dass ausgerechnet ihr Junge der Superstar wird. Aber es schaffen natürlich ganz wenige."

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