ARD-Sportmoderatorin Monica Lierhaus ist gut zwei Jahre nach ihrer folgenschweren Operation erstmals wieder auf die Bühne zurückgekehrt. Bei der Goldenen Kamera in Berlin wurde die 40-Jährige mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

"Das ist ein sehr emotionaler Moment, ich bin sehr berührt und bewegt", sagte Lierhaus, die zum Rednerpult geführt werden musste: "Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, oben auf der Bühne zu stehen. Es ist tatsächlich sehr lang her, dass ich das letzte Mal auf einer Bühne stand, und unter diesen Voraussetzungen ohnehin schon mal gar nicht. Und jetzt kann ich es kaum fassen. Da bin ich. "

Anschließend machte sie ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt einen Heiratsantrag, den dieser sofort annahm: "Ja, ja, ja, du bist meine Frau."

Die Laudatio für Lierhaus hatte zuvor ein ebenfalls sichtlich gerührter Günter Netzer gehalten. Der Fußball-Weltmeister von 1974 hatte lange Zeit mit Lierhaus bei der ARD zusammengearbeitet.

Monica Lierhaus war am 8. Januar im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf operiert worden, ein Aneurysma im Gehirn sollte geschlossen werden. Während der OP kam es zu Komplikationen, Lierhaus erlitt eine Hirnblutung und lag anschließend fast vier Monate lang im künstlichen Koma. Nach wie vor befindet sie sich in der Rehabilitation, Reden und Laufen fallen ihr noch sichtlich schwer.

Bei ihrer Dankesrede gab sie einen kleinen Einblick in ihren derzeitigen Alltag: "Es ist wirklich nicht einfach für mich, das alltägliche Leben zu meistern, vieles wieder neu zu lernen. Und das Schlimmste ist, dass ich doch so ein ungeduldiger Mensch bin." Das Wichtigste sei für sie, "meine Eigenständigkeit und meine Unabhängigkeit wieder zu erlangen. Dafür kämpfe ich jeden Tag. Ab heute möchte ich wieder an meiner Zukunft arbeiten, mich engagieren und mir neue Aufgaben suchen. Sehr hart arbeite ich daran, irgendwann wieder vor der Kamera stehen zu können."

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