Spielfrei am 1. Mai: Der Ligaverband und die Deutsche Fußball Liga (DFL) werden als eine Maßnahme ihres Zehn-Punkte-Plans am Maifeiertag keine Spiele der 1. und 2. Bundesliga ansetzen.

Somit finden am 32. Spieltag keine Sonntagsbegegnungen statt.

"Der Arbeitsbelastung der Polizei ist am 1. Mai aus Gründen, die nichts mit Fußball zu tun haben, überdurchschnittlich hoch. Der Profifußball erkennt diese Arbeit an und verzichtet daher freiwillig auf Liga-Spiele am 1. Mai. Der Profifußball steht zu seinem Wort und übernimmt Verantwortung für seine Fans, aber auch für die Polizei", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball.

In der Bundesliga werden deshalb am 32. Spieltag abweichend vom Rahmenspielplan zwei Partien am Freitag (20.30 Uhr) und sieben am Samstag (sechs 15.30 Uhr, eine 18.30 Uhr) angepfiffen.

Die 2. Bundesliga trägt fünf Spiele am Freitag (18.00 Uhr), drei am Samstag (13.00 Uhr) sowie eines am Montag (20.15 Uhr) aus. Die genauen Ansetzungen der Spielpaarungen wird die DFL gegen Ende der Woche bekannt geben.

Am 23. April 2010 hatte die Liga gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei einem Runden Tisch mit dem damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maiziere und zahlreichen Länderministern sowie Polizei-Vertretern einen Zehn-Punkte-Plan mit konkreten Vorschlägen für mehr Sicherheit im Fußball vorgestellt.

Dieser sieht neben einem spielfreien 1. Mai unter anderem auch regionale Konferenzen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Polizei und den Vertretern der Klubs vor.

Zuvor hatten die Innenminister der Länder jedoch wegen der schwierigen und personalintensiven Einsätze der Polizei am Vorabend des 1. Mai eine komplette Absage des betreffenden Spieltags gefordert. Sollte dieser Forderung nicht nachgekommen werden, müsse man laut Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Schäfer darüber nachdenken, "künftig für Polizeieinsätze bei Fußballspielen Geld vom Veranstalter zu verlangen".

Eine komplette Absage des Spieltags kam für die DFL aber nicht infrage.

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