DFB-Präsident Theo Zwanziger hat homosexuellen Bundesliga-Profis, die sich outen möchten, seine persönliche Unterstützung sowie die Hilfe des Verbandes zugesagt.

"Ich würde es mutig finden und begrüßen, wenn sich ein Bundesliga-Spieler outen würde. Er hätte auch die Unterstützung des DFB und von mir", sagte Zwanziger vor dem Kongress der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Paris.

Am Sonntag hatte der Tatort "Mord in der ersten Liga" im TV das Thema Homosexualität in der Fußball-Bundesliga aufgegriffen. "Ich begrüße es, wenn wichtige TV-Sendungen vor einem Millionenpublikum Tabuthemen aus allen Bereichen der Gesellschaft darstellen. Denn solche Tabus - ganz gleich ob sexuelle Orientierung, Depression oder vieles andere - sind immer Feinde von Freiheit und Menschenwürde", äußerte Zwanziger.

Zwanziger hielte ein Outing für "mutig, weil dieser Schritt nicht selbstverständlich" sei. Bei ihm habe sich bisher aber noch kein Spieler mit dieser Absicht gemeldet. "Ob jemand seine sexuelle Ausrichtung öffentlich machen will, muss jeder für sich selbst entscheiden", sagte Zwanziger.

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