Das DFB-Sportgericht hat auf die Bekenntnisse Rene Schnitzlers im Zuge des Manipulationsskandals reagiert und den ehemaligen Profi des FC St. Pauli mit sofortiger Wirkung vorläufig gesperrt.

Das teilte der DFB am Mittwoch mit. Schnitzler, der zuletzt für den Mönchengladbacher Kreisligisten 1. FC Bettrath gespielt hatte, sei dringend verdächtig, sich eines unsportlichen Verhaltens schuldig gemacht zu haben, hieß es in der Mitteilung.

Schnitzler hatte gegenüber dem Kontrollausschuss eingeräumt, für fünf Meisterschaftsspiele des FC St. Pauli im Zeitraum von Mai 2008 bis November 2008 Manipulationsabsprachen mit einem niederländischen Wettspieler und -vermittler getroffen und für vier dieser Spiele erhebliche Geldbeträge erhalten zu haben, um die Ergebnisse zugunsten des jeweiligen Gegners zu beeinflussen.

Es liegen derzeit allerdings keine Anhaltspunkte dafür vor, dass von Schnitzler tatsächliche Spielmanipulationshandlungen vorgenommen wurden.

Über das endgültige Strafmaß wird das Sportgericht im Hauptsacheverfahren entscheiden. Schnitzler wurde es zudem vorläufig verboten, ein Amt im DFB, seinen Mitgliedsverbänden, deren Vereinen und Kapitalgesellschaften auszuüben.

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