Die juristische Auseinandersetzung zwischen Nationaltorhüter Jens Lehmann und Bremens Keeper Tim Wiese ist vertagt worden.

Der Prozess vor dem Münchner Landgericht II findet nun am 14. Juli statt, da der Anwalt von Lehmann einen Antrag auf eine Verlegung gestellt hat. Dies bestätigte Landgerichts-Sprecherin Andrea Pentenrieder. Ursprünglich wäre die Klage von Lehmann gegen Wiese auf Schmerzensgeld in Höhe von 20.000 Euro am Donnerstag verhandelt worden.

"Ich kann es nicht hinnehmen, als geistesgestört hingestellt zu werden", hatte der 41 Jahre alte Lehmann zu seinen Beweggründen gesagt. Wiese entgegnete nur: "Ich habe einen guten Anwalt, kann darüber nur schmunzeln."

Beide wären beim Termin am Donnerstag nicht persönlich erschienen. Lehmann ist in London beim Training des FC Arsenal, Wiese bereitet sich mit Werder Bremen auf das Freitagsspiel der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt vor.

Lehmann reagiert mit seiner Klage auf eine Äußerung Wieses nach dem Champions-League-Spiel der Bremer gegen Tottenham Hotspur (2:2) am 14. September 2010. "Der Lehmann soll in die Muppet Show gehen. Der Mann gehört auf die Couch. Vielleicht wird ihm da geholfen. Einweisen - am besten in die Geschlossene!", hatte Wiese gepoltert. Lehmann sieht darin eine schwerwiegende Verletzung seines Persönlichkeitsrechts.

Vorausgegangen waren kritische Äußerungen Lehmanns als Experte des Pay-TV-Senders "Sky". "Wenn er einen Schritt rausgeht, kann er den Ball abfangen. Er hätte sich nicht an den Pfosten klammern, sondern mutiger rausgehen sollen. Er kann es auf jeden Fall besser machen", hatte Lehmann nach einem Gegentor gesagt.

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