Im ersten Prozess um den europäischen Wettskandal sollen in der nächsten Woche die ersten Urteile gesprochen werden.

Vor dem Bochumer Landgericht sind vier Männer zwischen 32 und 55 Jahren angeklagt. Sie sollen 32 Fußball-Spiele manipuliert und Wetten auf die betreffenden Spielpaarungen platziert haben. Dabei sollen sie rund 1,6 Millionen Euro gewonnen haben.

Drei der vier Angeklagten haben die Taten weitgehend gestanden und können Donnerstag kommender Woche verurteilt werden.

Ihnen droht bis zu acht Jahren Haft. Während der Beweisaufnahme an den bisher 27. Prozesstagen wurde deutlich, dass nicht alle Punkte der Anklageschrift haltbar sein werden.

Daher regte der Vorsitzende Richter am Prozesstag am Mittwoch an, 10 der 28 Anklagepunkte gegen die drei geständigen Verdächtigen einzustellen.

Der Fall des vierten Beschuldigten, der zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft schweigt, wird weiter verhandelt - genauso wie die Fälle des Parallel-Verfahrens.

Dort müssen sich sechs weitere mutmaßliche Wettbetrüger vor dem Bochumer Landgericht verantworten - unter ihnen ist auch der Hauptverdächtige im Fußball-Wettskandal Ante Sapina.

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