Im Wettskandal-Prozess hat der Verteidiger von Ante Sapina den Deutschen Fußball-Bund (DFB) kritisiert.

"Ich habe meine Zweifel, ob man tatsächlich von der Reinheit des Sports reden kann. Ich glaube schon, dass der DFB das besser aufklären könnte", sagte Rechtsanwalt Stefan Conen am fünften Verhandlungstag vor dem Bochumer Landgericht.

Schon im ersten Prozess gegen Sapina 2005, als er den Schiedsrichter Robert Hoyzer bestochen hatte, habe man "den DFB zum Jagen tragen müssen", sagte Conen weiter. Damals war Sapina zu zwei Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden.

Diesmal ist er in 43 Fällen des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs angeklagt. Er soll Spieler und Schiedsrichter bestochen haben, um dann mit Wetten auf manipulierte Spiele Gewinne in Millionenhöhe verbucht zu haben. Neben Sapina sind fünf mutmaßliche Mittäter angeklagt.

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