Im größten Manipulationsskandal der europäischen Fußball-Geschichte fordert die Staatsanwaltschaft erste hohe Haftstrafen von bis zu vier Jahren und drei Monaten.

Während die Urteile gegen die "Feinde des Sports" Tuna A., Nürretin G. und Stevan R. schon am Donnerstag fallen sollen, geht der kurze Prozess gegen den Wettpaten Ante Sapina nun doch in die Verlängerung.

Da die 12. Strafkammer des Landgerichts Bochum am siebten Verhandlungstag zunächst die Erklärung des Mitangeklagten Marijo C. anhören und Sapinas Fall auch nicht abtrennen wollte, wird es Plädoyers und Urteile erst nach Ostern geben.

Am 28. Verhandlungstag des anderen Verfahrens, das die 13. Bochumer Strafkammer führt, forderte Staatsanwalt Andreas Bachmann in einem gut 100-minütigen Plädoyer die höchste Freiheitsstrafe gegen den geständigen Wettbetrüger Tuna A..

Stevan R. soll für vier Jahre hinter Gitter, Nürretin G. für drei Jahre und neun Monate. Allen wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen.

Bachmann bezeichnete die Angeklagten als "Feinde des Sports", die "aus purer Habgier und Geltungssucht" gehandelt hätten. Das Verfahren gegen den vierten Angeklagten, des noch nicht geständigen Kristian S., wurde abgetrennt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel