Wettpate Ante Sapina wurde am Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen.

Die 12. Strafkammer des Bochumer Landgerichts bewilligte einen entsprechenden Antrag von Sapinas Rechtsanwälten. Die Kaution wurde auf 50.000 Euro festgesetzt.

Der 35 Jahre alte Kroate, Schlüsselfigur im größten Manipulationsskandal der europäischen Fußballgeschichte, saß seit November 2009 in der Justizvollzugsanstalt Bochum in U-Haft.

Das Gericht honorierte damit Sapinas kooperatives Verhalten im Prozessverlauf. Das Urteil gegen Sapina, der schon 2005 in Folge des Verfahrens gegen den Schiedsrichter Robert Hoyzer zu zwei Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden war, soll Anfang Mai gefällt werden.

Die Freilassung ist an strenge Auflagen gebunden. Sapina muss sich an seinem Wohnsitz Berlin dreimal wöchentlich bei der Polizei melden und darf Deutschland nicht verlassen. Längere Reisen innerhalb Deutschlands muss er beantragen.

"Eines ist klar, Herr Sapina, wir geben Ihnen eine Chance. Wenn Sie meinen, Sie könnten abhauen oder untertauchen, machen Sie sich keine Sorgen - Polizei und Staatsanwaltschaft werden Sie finden, und dann ist Schluss mit Vergünstigungen", sagte der Vorsitzender Richter Wolfgang Mittrup zu Sapina.

Der Angeklagte wollte sich nach seiner Freilassung auf Anraten seiner Anwälte nicht äußern.

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