FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat rund einen Monat vor dem Wahl-Showdown gegen seinen Kontrahenten Mohamed Bin Hammam umfassende Reformen bei der zukünftigen Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften angekündigt.

"Das ist ein Projekt, das ich im Hinterkopf habe. Ich würde gerne das Beispiel vom Internationalen Olympischen Komitee übernehmen, um künftig zu vermeiden, was jetzt stattgefunden hat. Die Exekutive bekommt zehn oder zwölf Kandidaturen, schaut sie sich an, schlägt die besten vor, und lässt dann die Vollversammlung wählen. Das wäre eine Lösung für die FIFA, etwas Positives", sagte der Chef des

Weltverbandes der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Blatter reagiert damit auf die von Korruptionsvorwürfen überschattete Doppel-Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 (Russland) und 2022 (Katar).

Der Glaubwürdigkeitskrise will der Schweizer in Zukunft mit einem übergeordneten Organ entgegenwirken.

"Es soll eine Institution sein, die außerhalb unserer Stammesordnung tätig wird. Ein 'Rat der Weisen', aber mit etwas mehr Power. Es werden Leute sein, die nicht aus dem Fußball kommen. Sie sollen etwas vom Fußball verstehen, aber hauptsächlich die Glaubwürdigkeit wiederbringen", sagte Blatter.

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