Joseph S. Blatter will bei einer Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten jegliche Missstände innerhalb des Weltverbandes bekämpfen.

"Ich verpflichte mich, dazu beizutragen, das Geschäftsverhalten der FIFA zu verbessern und echte Korruption auszumerzen", teilte der 75-jährige Schweizer in seiner Internet-Kolumne auf "insideworldfootball.biz" mit.

Blatter schließt nicht aus, dass es in der FIFA zu Bestechungsfällen gekommen sein könnte.

"Immerhin zählt diese Familie mehr als 300 Millionen Menschen", schrieb der seit 1998 amtierende Präsident. Er wies aber auch darauf hin, dass Bestechlichkeit "alles andere als ein FIFA-spezifisches Phänomen ist."

Seinen Angestellten am Stammsitz in Zürich vertraut er aber voll und ganz.

"Ich würde nicht eine Sekunde zögern, meine Hand für all diese Mitarbeiter ins Feuer zu legen, und ich behaupte, dass die FIFA zu den Besten im internationalen Sportmanagement gehört", teilte Blatter mit.

Als Beweis für Transparenz in der FIFA führt der 75-Jährige an, dass der Verband bereits seit 2003 seine Zahlen veröffentliche.

Gegen einen Generalverdacht gegenüber der Organisation setzt sich Blatter vehement zur Wehr. Er lasse nicht zu, dass "ein paar vermeintliche Experten die Tatsachen verdrehen und weiterhin Leute mit Schmutz bewerfen, die enorme Arbeit für Millionen Menschen weltweit leisten".

Dennoch kündigte Blatter an, Kritiken gegenüber aufgeschlossen zu sein.

"Wenn wir bei der FIFA es versäumt haben, unsere Arbeit über einen bestimmten Zeitraum ausreichend gut zu erläutern, dann ist dies eine Tatsache, die ich akzeptieren kann, und ich werde aktiv versuchen, Abhilfe zu schaffen", teilte er mit.

Blatter strebt beim 61. Kongress in Zürich am 1. Juni seine vierte Amtszeit als Boss des Weltverbandes an.

Bei den Wahlen ist der Katarer Mohammed Bin-Hammam, der Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation AFC, einziger Gegenkandidat des Schweizers.

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