Im größten Wettskandal der europäischen Fußball-Geschichte ist anscheinend auch die Qualifikation zur EM-Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz betroffen.

Der mutmaßliche Wettpate Marijo C. sagte am zehnten Verhandlungstag vor der 12. Strafkammer des Landgerichts Bochum aus, dass der 4:0-Sieg Norwegens gegen Malta im Juni 2007 manipuliert worden sei.

Er habe sich vor dem Spiel mit mindestens drei maltesischen Spielern in einem Hotel in Oslo getroffen, sagte C.. "Ich hätte lieber ein 5:0 gehabt, aber die Spieler hatten sich schon untereinander abgesprochen", gab C. zu Protokoll.

Der Kroate war nach Rücksprache mit Ante Sapina nach Oslo gereist. Sapina sitzt wie C. in Bochum auf der Anklagebank. Beiden droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Damit betrifft die mögliche Manipulation durch die Wettbetrüger nun auch A-Länderspiele auf europäischer Ebene.

Zuvor war bekannt geworden, dass Liga- und Pokalspiele im Senioren- und Juniorenbereich in ganz Europa sowie auch Champions-League-Spiele und die WM-Qualifikation möglicherweise manipuliert worden waren.

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