Der frühere Nationaltorhüter Jens Lehmann sagt Manuel Neuer eine große Zukunft voraus: "Er hat eine starke Physis, ich sehe ihn gerne spielen. Ich glaube, dass er den Sprung ganz nach oben schaffen wird, wenn er konstanter wird", lobt er seinen Nachfolger als deutsche Nummer eins in der "Bild".

Allerdings gibt er ihm vor dessen bevorstehenden Wechsel zum FC Bayern auch eine Warnung mit auf den Weg: "Bei Bayern kommt er nun an den Punkt. Ist Fußball das Wichtigste für mich? Gebe ich alles, um zu gewinnen?".

Für seinen Dauerrivalen Oliver Kahn hat er weniger positive Worte übrig: "Wenn er irgendwann mal aus München rauskommt, wird er sicherlich auch lernen, toleranter zu werden" stichelt er.

Beim DFB-Trainer-Lehrgang, den die beiden derzeit zusammen besuchen, verstehen sich Lehmann und Kahn aber offenbar gut: "Wir sitzen uns gegenüber und lachen mit den anderen viel zusammen", erzählt der 41-Jährige.

Nach seinem Blitz-Comeback bei Arsenal London schließt Lehmann aber eine erneute Rückkehr auf den Fußballplatz nahezu aus: "In meinem Leben habe ich so viel gemacht. dass ich nie etwas grundsätzlich ausschließen würde, aber meine Lebensplanung sieht anders aus", stellt der Vize-Europameister von 2008 klar.

Einmal würde er aber doch noch gerne spielen- und zwar mit dem DFB-Adler auf der Brust. "Jogi Löw hatte mir nach meinem Nationalelf-Abschied 2008 auch noch ein großes Spiel in Aussicht gestellt, das er dann wieder zurückgezogen hat. Falls es zum Verabschiedungs-Einsatz von Michael Ballack kommt, würde ich da noch einmal drauf zurück kommen."

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