DFL-Chef Christian Seifert hat vor der Einführung des Financial Fair Play im europäischen Klubfußball vor Betrügereien gewarnt.

"Es wird sicher der Zeitpunkt kommen, wo sich die UEFA mit Umgehungs- und Täuschungsversuchen zu beschäftigen hat", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) dem "Handelsblatt".

Seifert hofft, dass UEFA-Präsident Michel Platini das Thema ab der kommenden Saison mit Nachdruck verfolgen und im Zweifelsfall auch Spitzenteams aus der Champions League ausschließen wird.

"Würde die UEFA dann die Regel nicht konsequent vollziehen, dann hätte sie einen Imageverlust hinzunehmen, der die nächsten 30 Jahre des europäischen Klubfußballs dominieren würde. Sehr viele Menschen inklusive dem UEFA-Präsidenten Michel Platini würden einen Gesichtsverlust erleiden", sagte Seifert.

Die "Financial Fair Play"-Regeln der Uefa sollen ab der Saison 2013/14 wirksam werden.

Fußballklubs, die an europäischen Wettbewerben teilnehmen wollen, dürfen nur noch operative Verluste von höchstens fünf Millionen Euro pro Jahr schreiben. Allerdings kann ein Investor zunächst höhere Verluste ausgleichen.

Diese dürfen in den Spielzeiten zuvor (2011/12 und 2012/13) insgesamt aber nicht die Marke von 45 Millionen Euro übersteigen.

Derzeit werde der europäische Spitzenfußball den strengen Fair-Play-Bedingungen nicht gerecht, sagte Seifert.

"Würden Sie in einigen der sogenannten Topligen Europas Financial Fair Play durchziehen vom ersten bis zum letzten Tabellenplatz, dann spielen da künftig nur noch fünf Klubs - wenn überhaupt", sagte Seifert.

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