Die Staatsanwaltschaft Bochum will nach dem Ende des Prozesses gegen die vermeintlichen Haupttäter Ante Sapina und Marijo C. die Verfolgung weiterer Hintermänner vorantreiben.

Hinsichtlich der Londoner Buchmacher, bei denen Sapina Wettkonten unterhielt und die anscheinend von allen Manipulationen des Wettpaten wussten, sagte Staatsanwalt Andreas Bachmann: "Sie werden nicht aus dem Fokus der Behörden entlassen." Zur Not wolle man Rechtshilfe in Großbritannien in Anspruch nehmen.

Zudem stellte Bachmann weitere Prozesse in Aussicht: "Wir werden jetzt versuchen, auch im Bereich der Randtäter Anklagen zu erheben. "

Insgesamt wird im Zuge des größten Manipulationsskandals der europäischen Fußball-Geschichte gegen 300 verdächtige Personen ermittelt.

Die Drahtzieher Ante Sapina und Marijo C. waren am Donnerstag von der 12. Strafkammer des Bochumer Landgerichts zu Haftstrafen von jeweils fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

"Die Strafen sind doch relativ hoch. Wir hoffen, dass das in der Szene Wirkung zeigt", sagte Bachmann, der noch höhere Haftstrafen von sieben Jahren für Sapina und sechs Jahren und neun Monaten für C. gefordert hatte.

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