Herausforderer Mohamed Bin Hammam will FIFA-Boss Joseph S. Blatter weiter vom Thron stürzen.

Trotz der Bestechungsvorwürfe und des anschließend eingeleiteten Ermittlungsverfahrens der FIFA-Ethikkommission denkt Bin Hammam knapp eine Woche vor dem Kongress des Weltverbandes am 1. Juni in Zürich nicht an einen Wahlverzicht.

"Ich bin zuversichtlich, dass es nicht zu einer Anklage kommt und ich wie geplant bei der Wahl antreten werde", sagte der Katarer Bin Hammam.

Die FIFA-Ethikkommission hatte am Mittwoch ein Verfahren gegen Bin Hamman, Exko-Mitglied Jack Warner und zwei Funktionäre des Fußball-Verbandes der Karibik (CFU) eingeleitet.

Bin Hammam wird vorgeworfen, dass es im Zuge der anstehenden Präsidentschaftswahl bei einem von Warner organisierten Treffen der CFU am 10. und 11. Mai in Trinidad zu Bestechungsabsprachen gekommen sei.

Bin Hammam und Warner sollen verschiedenen Verbänden 40.000 Dollar (28.000 Euro) geboten haben, falls sie bei der Kampfabstimmung am kommenden Mittwoch in Zürich für den Blatter-Herausforderer stimmen.

Mehrere britische Medien spekulierten am Donnerstag bereits, dass neben dem englischen FA auch afrikanische und karibische Verbände die Wahl boykottieren könnten.

Der "Guardian" titelte: "Chaos, Korruption, Bürgerkrieg". Darunter zeigte das Blatt ganzseitig ein zerrissenes Logo des Weltverbandes. "The Sun" überschreib ihren Kommentar mit: "Eine saubere FIFA? Dass ich nicht lache!"

Bis Freitag sollen Bin Hammam und die drei weiteren Beschuldigten Stellung zu den Vorwürfen beziehen.

Am Sonntag müssen sie sich dann vor der Ethikkommission mit dem Vorsitzenden Petrus Damaseb in Zürich verantworten.

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