Belastungszeuge Chuck Blazer hat in der FIFA-Bestechungsaffäre weitere schwere Vorwürfe gegen die mittlerweile suspendierten Spitzenfunktionäre Mohamed Bin Hammam und Jack Warner erhoben.

Der mutmaßliche Stimmenkauf sei "von Anfang an eine Verschwörung dieser beiden" gewesen, sagte Blazer der Nachrichtenagentur "AP".

Vorwürfe Bin Hammams, FIFA-Präsident Joseph S. Blatter habe eine Intrige angezettelt, um seinen Widersacher im Kampf um den Posten an der Spitze des Fußball-Weltverbandes loszuwerden, bezeichnete Blazer als "absolute Albernheit".

Der Amerikaner, der in der von Warner geführten CONCACAF (Verband für Nord- und Mittelamerika/Karibik) Generalsekretär und zudem Mitglied der FIFA-Exekutive ist, hatte die angeblichen Bestechungszahlungen beim FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke angezeigt und so den Skandal ins Rollen gebracht.

Das Ethik-Komitee der FIFA hatte Bin Hammam und Warner am Sonntag wegen Verstößen gegen den FIFA-Ethikcode suspendiert und Blatter von allen Vorwürfen freigesprochen.

Bin Hammam und Warner wird vorgeworfen, Stimmen von Mitgliedern der Karibischen Fußball-Union (CFU) gekauft zu haben.

Der Katarer Bin Hammam hatte am Morgen vor seiner Suspendierung seine Präsidentschaftskandidatur zurückgezogen. Amtsinhaber Blatter ist damit bei der Wahl in Zürich, die für kommenden Mittwoch angesetzt ist, der einzige Kandidat.

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