Abstruse Details im FIFA-Skandal belasten weiter einen FIFA-Top-Funktionär.

Ein Mitglied der Exekutive im Fußball-Weltverband soll als Gegenleistung für seine Stimme bei der Wahl des WM-Gastgebers 2018 von Bewerber England gefordert haben, den FA-Cup nach ihm zu benennen.

Das geht aus einem Untersuchungsbericht hervor, den der englische Anwalt James Dingemans für den nationalen Fußball-Verband FA angefertigt hatte, nachdem Bestechungsvorwürfe gegen FIFA-Offizielle aufgekommen waren.

Die FIFA veröffentlichte eine 33-seitige Zusammenfassung des fast 200 Seiten umfassenden Dingemans-Reports.

Dingemans erwähnte eine E-Mail, aus der hervorgeht, dass das Mitglied über seinen Adjutanten verlangt haben soll, dass der FA-Cup, die Trophäe des ältesten Pokal-Wettbewerbs der Welt, seinen Namen trägt.

Das Bewerbungskomitee lehnte ab, erwog aber, den Pokal des noch zu gründenden FA-Cups für behinderte Fußballer nach ihm zu benennen.

Behauptungen, das Exko-Mitglied wollte für die Unterstützung der englischen Bewerbung sogar in den Ritterstand erhoben werden, erhärteten sich in dem Untersuchungsbericht jedoch nicht.

Er bestreitet alle Vorwürfe.

Die FIFA hatte drei weitere Top-Funktionäre, die in einer Parlamentsanhörung in England der Bestechung bezichtigt worden waren, von diesem Verdacht freigesprochen.

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