Dem suspendierten FIFA-Funktionär Mohamed Bin Hammam droht ein Ermittlungsverfahren durch das FBI.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" wird die US-amerikanische Behörde von Amts wegen gegen den Katarer ermitteln, da dieser verdächtigt wird, zusammen mit einem Staatsbürger des unter US-Bundesrecht stehenden Puerto Rico gegen das Geldwäschegesetz verstoßen zu haben.

Bin Hammam wird vorgeworfen, im Wahlkampf um das FIFA-Präsidentenamt am 10. Juni in Trinidad und Tobago 25 Funktionäre mit 40.000 Dollar Schmiergeldern bestochen zu haben.

Der Fußball-Verband von Puerto Rico hatte bestätigt, Geld erhalten zu haben. Die Ethikkommission der FIFA hatte Bin Hammam und Jack Warner, Präsident der CONCACAF-Konföderation (Nord- und Mittelamerika und Karibik), wegen der Verstöße gegen den FIFA-Ethikcode für 30 Tage suspendiert.

Zuvor hatte bereits der Präsident des Fußballverbandes von Surinam, Louis Giskus, zugegeben, nach einem Treffen mit Bin Hammam einen Umschlag mit 40.000 US-Dollar sowie einen Projektor und einen Laptop erhalten zu haben.

Giskus, der bei den Untersuchungen der FIFA gegen Bin Hammam und Warner mit dem Fußball-Weltverband kooperiert, soll die Geschenke von Jason Sylvester, einem ebenfalls suspendierten Offiziellen des Karibischen Fußballverbandes CFU erhalten haben.

"Sylvester sagte, dass die Geschenke der Entwicklung des Fußballs in Surinam dienen sollen", sagte Giskus: "Uns wurde gesagt, der Projektor und der Laptop kommen von der CONCACAF, das Geld vom CFU."

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