Ohne einen einzigen Punktverlust ist der MTV Stuttgart zum dritten Mal in Folge Deutscher Blindenfußball-Meister geworden.

Zum Saisonabschluss in Hannover feierten die Schwaben einen 3:0-Erfolg über Eintracht Braunschweig. Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring überreichte den Meisterpokal an die Schwaben.

Auf einem extra aufgebauten Kunstrasenspielfeld zwischen dem Neuen Rathaus und dem angrenzenden Maschteich trugen die neun DBFL-Teams ihren letzten Saison-Spieltag aus. Unter dem Motto "Mit Fußball in die Mitte der Gesellschaft" geht die Blindenfußball-Bundesliga bis 2013 bewusst den Weg in die Öffentlichkeit.

Die europaweit einzigartige Spielserie für blinde und sehbehinderte Menschen, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff ausgetragen wird, will eine breite Öffentlichkeit für die Leistungsfähigkeit behinderter Menschen sensibilisieren. In Hannover sahen rund 700 Besucher die sechs Partien vor Ort.

Insgesamt vier Spieltage wurden in dieser Saison ausgetragen. Gespielt wurde in Köln, Mannheim, Chemnitz und Hannover.

"Wir blicken zufrieden auf die Saison 2011 zurück und freuen uns auf die kommende Spielzeit. Dann werden insgesamt sechs Spieltage ausgetragen werden, vier davon in Innenstädten", sagte DFB-Vizepräsident Karl Rothmund.

Auch Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, ist mit der Entwicklung der Spielserie zufrieden: "Die Blindenfußball-Bundesliga ist eine wertvolle sportliche Plattform für die Vorbereitung unserer Nationalmannschaft auf ihrem Weg zu den Paralympics 2012 in London."

Die Blindenfußball-Bundesliga ist ein gemeinsames Projekt der DFB-Stiftung Sepp Herberger, des Deutschen Behindertensportverbandes sowie des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes.

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