In der juristischen Auseinandersetzung zwischen Nationaltorhüter Jens Lehmann und Bremens Keeper Tim Wiese ist es am Donnerstag vor dem Landgericht München II zu keiner Einigung gekommen.

Das Gericht schlug den beiden Prozess-Parteien nun einen Vergleich vor. Bis 28. Juli müssten Lehmann und Wiese diesem zustimmen, ansonsten kommt es zu einem sogenannten Entscheidungsverkündungstermin.

Der Vergleichsvorschlag sieht vor, dass Wiese sein Bedauern über die Äußerungen gegen Lehmann zum Ausdruck bringen sowie vorgerichtliche Kosten in Höhe von rund 1000 Euro tragen müsste. Alle weiteren Ansprüche wären damit abgegolten. Ursprünglich hatte Lehmann seinen Kontrahenten auf Schmerzensgeld in Höhe von 20.000 Euro verklagt.

Lehmann und Wiese waren bei der Verhandlung am Donnerstag im Sitzungssaal 514 unter dem Vorsitz von Richter Hans-Peter Loose nicht anwesend.

"Ich kann es nicht hinnehmen, als geistesgestört hingestellt zu werden", hatte der 41 Jahre alte Lehmann vor dem Verfahren zu seinen Beweggründen gesagt. Er reagierte mit seiner Klage auf eine Äußerung Wieses nach dem Champions-League-Spiel der Bremer gegen Tottenham Hotspur (2:2) am 14. September 2010.

"Der Lehmann soll in die Muppet Show gehen. Der Mann gehört auf die Couch. Vielleicht wird ihm da geholfen. Einweisen - am besten in die Geschlossene!", hatte Wiese gepoltert. Lehmann sieht darin eine schwerwiegende Verletzung seines Persönlichkeitsrechts.

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