Der AC Mailand hat sich beim Audi Cup vom Elfmeterpunkt blamiert und Internacional Porto Alegre damit einen Achtungserfolg ermöglicht.

Die Brasilianer gewannen das Spiel um Platz 3 mit 4:2 nach Elfmeterschießen. Nach der regulären Spielzeit von 90 Minuten hatte es 2:2 (1:1) gestanden.

Zlatan Ibrahimovic und Alexandre Pato trafen für den italienischen Meister Milan, Leandro Damioa und Andres D'Alessandro glichen für die Brasilianer zwei Mal aus.

Im Elfmeterschießen war der italienische Meister dann völlig von der Rolle: Keiner der vier Mailänder Schützen traf, Porto-Alegre-Keeper Renan parierte drei Mal, der Ex-Münchner Massimo Oddo scheiterte am Pfosten. Treffer von D'Alessandro und Nei reichten den Brasilianern zum Erfolg.

Milan-Coach Massimiliano Allegri krempelte seine Startelf auf acht Positionen um, den Altersschnitt senkte er damit kaum.

Für den 34-Jährigen Ex-Bayern Mark van Bommel durfte diesmal der 35 Jahre alte Clarence Seedorf ran, auch Gianluca Zambrotta (34) und Mario Yepes (35) rückten in die Mannschaft.

Wie schon im Halbfinale gegen die Bayern erwischte Milan einen Blitzstart - und wieder schlug Sturmtank Ibrahimovic zu. Der Schwede, einer von drei Profis, die wie am Vortag von Beginn an spielten, verwandelte eine feine Robinho-Hereingabe von der rechten Seite mit der Hacke (3. Minute).

Porto Alegre antwortete schnell: Nach einem Konter über die rechte Seite netzte Leandro Damiao aus kurzer Distanz zum 1:1 ein (23.). Nach der Pause ging den Brasilianern dann aber zunächst Sprit aus.

Milans Offensivkünstler nutzten das, um wieder vorzulegen: Ibrahimovic schickte Robinho steil, der legte quer auf Pato und der musste nur noch einschieben (60.).

Mit zahlreichen Wechseln ging bei den Italienern auch die Sicherheit flöten. Der frühere Wolfsburger D'Alessandro konnte ungehindert in der die Mailänder Defensive spazieren und traf zum 2:2.

Im Elfmeterschießen konnte sich Porto Alegre, im Gegensatz zum Vortag gegen den FC Barcelona, gegen die desolaten Milan-Schützen durchsetzen.

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