Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Mohamed Bin Hammam hat den Fußball-Weltverband FIFA scharf angegriffen.

Der Katari wartet nach eigenen Angaben noch immer auf die Begründung für seine lebenslange Sperre.

"Diese Verzögerung ist verdächtig", schrieb Bin Hammam auf seiner Homepage. Sie gebe der FIFA Zeit, eine Rechtfertigung für eine Entscheidung zu entwickeln, die sie in jedem Fall treffen wollte.

Zudem verletze die FIFA ihre eigenen Regeln, indem sie eine Anordnung vollstrecke, ohne diese vorher begründet zu haben.

Erst wenn die FIFA ihre Gründe für den im Juli erlassenen Bann dargelegt habe, könne Bin Hammam gegen das Urteil in Berufung gehen, meldete der Internet-Dienst "Soccerex" am Montag.

Die FIFA-Ethikkommission hatte Bin Hammam wegen Korruption lebenslang von allen Tätigkeiten im Fußball ausgeschlossen.

Der ehemalige Vorsitzende des asiatischen Fußball-Verbandes AFC soll mit Geldgeschenken Stimmen für seine Kandidatur gegen Weltverbands-Präsident Joseph S. Blatter gekauft haben.

Kurz vor der FIFA-Wahl in Zürich am 1. Juni hatte der 62-jährige Bin Hammam seine Kandidatur zurückgezogen.

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