Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, schwärmt in höchsten Tönen von den spielerischen Auftritten von Real Madrid und FC Barcelona. "Barca gegen Real, das ging bong, bong, bong - im Vollgas-Tempo, mit einer physischen Power, dass ich dachte: "Wahnsinn, was ist denn da los? Diese zwei Vereine stehen über allem", sagte Rummenigge in der "SZ".

Das Supercup-Rückspiel zwischen den beiden spanischen Topklubs, das Barcelona mit 3:2 gewann, war laut Rummenigge "einfach eine andere Welt".

Hinsichtlich der Einführung des Financial Fair Plays sieht der Bayern-Boss aber wieder Chancen, dass sich Außenseiter wieder in den Vordergrund spielen könnten. "Vielleicht sind manchen Klubs durch das Financial Fair Play sogar eher in der Lage, mal einen Topspieler zu halten."

Das Financial Fair Play sieht Rummenigge zwingend erforderlich. "Über 60 Prozent aller europäischen Vereine haben laut UEFA-Analyse seit Jahren Verluste gemacht, bei einigen Topklubs, speziell in England und Italien, sprechen wir von 125 bis 150 Millionen - per annum. Das mag Spielern und Beratern nützen, aber wir sitzen in einem Tunnel, in dem wir wieder das Licht einschalten müssen. Sonst ist es absehbar, dass der Fußball irgendwann in eine Griechenland-Schieflage gerät", mahnt Rummenigge und sieht UEFA-Boss Michel Platini in der Wächterfunktion. "Wir gehen rigoros gegen Klubs vor, die gegen die neuen Regeln verstoßen und die glauben, sie müssten trotzdem nichts ändern", zitiert Rummenigge Platini.

"Platini wird, wie ich ihn kenne, nicht davor zurückschrecken, auch mal einem Verein die Rote Karte zu zeigen", ist sich Rummenigge sicher.

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