Beim Thema mangelnder Schiedsrichter-Nachwuchs will DFL-Geschäftsführer Christian Seifert den DFB in die Pflicht nehmen.

"Wir müssen dem DFB natürlich auch die Frage stellen, welche Konzepte er im Schiedsrichterwesen für die Zukunft hat", sagte Seifert am Donnerstag. Der DFL-Chef merkte an, dass man dem DFB für dessen Leistungen im Refereewesen "jedes Jahr mehrere Millionen Euro" überweise.

Zuletzt hatte DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner erklärt, dass gerade Referees im Alter von 20 bis 40 Jahren fehlten.

Seifert hat zudem kein Verständnis für die Kritiker, die die zuletzt schwachen Leistungen der Unparteiischen in Zusammenhang mit den Verdächtigungen der Steuerhinterziehung setzen. "Die Leistungen der Schiedsrichter in der Bundesliga sind im internationalen Vergleich in Ordnung. Es ist weit hergeholt, Fehlentscheidungen mit möglichen Steuervergehen in Verbindung zu bringen", sagte Seifert.

Dem 42-Jährigen schwebt weiterhin eine Professionalisierung und Teilung des Schiedsrichterbereichs vor.

Seifert hatte schon vor Jahren den Vorschlag gemacht, dass DFB und DFL eine gemeinsame Organisation gründen, in der beide Seiten entsprechende Anteile halten. "Die Organisation sollte eine Geschäftsführung haben, die das gesamte Schiedsrichterwesen hochseriös und nach unternehmerischen Grundsätzen organisiert", erklärte Seifert. Dies sei aber im Zuge der Neugliederung des Referee-Ressorts "nicht umgesetzt" worden.

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