Viertligist RB Leipzig hat verärgert auf eine Werbeaktion von Zweitligist Union Berlin reagiert. Die "Eisernen" aus Köpenick hatten ein Plakat drucken lassen, auf dem eine zerquetschte Red-Bull-Dose sowie der Schriftzug "Wir verkaufen unsere Seele, aber nicht an jeden" geschrieben stand.

Bei RB Leipzig stieß die hämische Anspielung auf die Millionengaben von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz nicht auf Gegenliebe. "Wir halten die Aktion für sehr bedenklich und werden das Ganze jetzt rechtlich prüfen lassen", sagte RB-Geschäftsführer Wolfgang Loos der "Bild"-Zeitung und fügte an:

"Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber in diesem Fall nicht. Hier hat Union eindeutig über die Stränge geschlagen."

Union-Chef Dirk Zingler verteidigte die Aktion im Berliner Kurier. "Wir möchten deutlich zeigen, welche Entwicklungen im Fußball wir für gefährlich halten", sagte der Präsident.

Union sieht sich anders als die finanzstarke Neugründung aus Leipzig als Traditionsverein und führt seit geraumer Zeit ein gespanntes Verhältnis zu den Sachsen. Anfang des Jahres musste ein Testspiel beider Teams abgesagt werden, weil die Proteste vor allem aus dem Union-Fanlager zu groß waren.

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