Für den Selbstmordversuch von Fußball-Schiedsrichter Babak Rafati scheidet eine Verstrickung des 41-Jährigen in Geschäfte der Wettmafia als Motiv ebenso aus wie ein Zusammenhang mit dem Steuerskandal um deutsche Referees.

In Justizkreisen gibt es keine Indizien dafür, dass Rafati im Gegensatz zu einem früheren FIFA-Schiedsrichter "in irgendeiner Weise" mit einem Wettskandal zu tun habe. Sein Name sei bei Ermittlungen und Zeugenaussagen nirgendwo aufgetaucht.

Der Name Rafiti steht, so gutinformierte Kreise, auch nicht auf der Liste der vom Steuerskandal betroffenen Referees. Die Fahnder haben ingesamt 70 aktive und ehemalige Unparteiische des DFB ins Visier genommen.

Angeblich sollen manche der Beschuldigten Einnahmen von mehr als 100.000 Euro an den Finanzbehörden vorbeigeschleust haben, vor allem für die Leitung internationaler Spiele.

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