Der von vermummten Fans bedrohte Fußball-Profi Daniel Bauer und der Regionalligist 1. FC Magdeburg haben sich auf eine Vertragsauflösung zum Jahreseende bei sofortiger Freistellung geeinigt.

Der Verein und Bauer verkündeten in einer gemeinsamen Presseerklärung, dass man sich "einvernehmlich geeinigt" habe. Über konkrete Modalitäten vereinbarten die beiden Parteien jedoch Stillschweigen.

Am vergangenen Donnerstag hatte Bauers Berater dem Klub wenige Tage nach Bauers Rückkehr ins Mannschaftstraining einen Abfindungsvorschlag unterbreitet.

Grund für seinen vorzeitigen Abschied aus Magdeburg soll eine Aussage des FCM-Präsidenten Peter Fechner nach dem Vorfall am Abend des 27. Oktobers gewesen sein.

"Ich habe kein großes Interesse daran, einem Spieler zu begegnen, der die Unwahrheit gesagt und mich bundesweit beschädigt hat", hatte Fechner in der Magdeburger Volksstimme erklärt. Bauer hatte zuvor dem Klub-Boss indirekt eine Mitschuld an dem Vorkommnis, das bundesweit für Aufsehen sorgte, gegeben.

Zehn Vermummte sollen an der Haustür des 29-Jährigen geschellt und sich per Sprechanlage als Pizza-Service angekündigt haben.

Nachdem Bauer die Tür geöffnet hatte, habe einer der Personen drei Minuten auf ihn eingeredet. Einer der Unbekannten soll ihn mit den Worten gewarnt haben: "Am Sonntag zählt nur ein Sieg im Derby gegen Halle, und wenn Ihr nicht gewinnt, kommen wir wieder."

Daraufhin hatte der Verein ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen. So sollte unter anderem die Sicherheit Bauers durch Personenschutz sichergestellt werden.

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