Nach angeblich rechtsradikalen Gesängen während des Oberligaspiels zwischen dem FSV Zwickau und Erzgebirge Aue II hat der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. "Es wird der Vorwurf geprüft, dass bisher unbekannte Personen verfassungsfeindliche Parolen äußerten", teilte die Polizei mit.

Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion der Polizeidirektion Südwestsachsen ermittelt wegen Volksverhetzung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Unter anderem sollen einige "Fans" der Zwickauer in Anspielung auf die rechtsradikale Terrorzelle Nationalsozialister Untergrund (NSU) "Terrorzelle Zwickau - ole ole ole" gesungen haben. Dem NSU werden mindestens zehn Morde in den vergangenen Jahren zur Last gelegt.

Sowohl der gesamte Verein als auch die Stadt verurteilten die Vorkommnisse aufs Schärfste. "Mit Entrüstung und Besorgnis nehmen die Aktiven und Betreuer der ersten Mannschaft sowie Vorstand und Verwaltungsrat des FSV die verbalen Entgleisungen faschistischer Gesinnung zur Kenntnis, die [...] von einigen Beobachtern wahrgenommen wurden", hieß es in einer Erklärung des Vereins: "Der FSV verwahrt sich mit Nachdruck gegen jedwede Form politisch motivierten Extremismus in unserer Gesellschaft."

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