Mäzen Dietmar Hopp vom Bundesligisten 1899 Hoffenheim hat einen Neuanfang beim Weltverband FIFA ohne Präsident Joseph S. Blatter gefordert.

"Ein Neuanfang mit neuen Gesichtern - ohne Blatter. Und ich bin dafür, dass vor allem jüngere Leute eingesetzt werden", antwortete Hopp im "Bild"-Interview auf die Frage, was nach den Korruptionsvorwürfen gegen die FIFA und gegen Blatter passieren müsse.

Dabei sieht Hopp auch Blatters Alter (75) als Problem an: "Nicht umsonst gibt es bei großen Firmen Altersgrenzen für Vorstände, die besagen, spätestens mit 60 Jahren müssen die ausscheiden. Man verkraftet einfach den Stress nicht mehr so gut und sollte jungen Leuten den Weg freimachen. Im übrigen ist die Zeit von Patriarchen, die an ihrem Stuhl kleben, vorbei."

Im Korruptionsskandal steht die Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar im Fokus der Kritiker. Blatter hatte in diesem Zusammenhang eigene Fehler eingeräumt. Eines aber würde er nie wieder machen: dass die Exekutive zwei Weltmeisterschaften auf einmal vergebe, so Blatter.

Eine klare Meinung vertritt Hopp auch zu Dortmunds Meistertrainer Jürgen Klopp: "Klopp ist für mich der beste Trainer, wenn es darum geht, eine junge Mannschaft zu formen." Einen Wechsel des 44-Jährigen nach Hoffenheim kann sich Hopp dennoch nicht vorstellen: "Ich kann gut einschätzen, dass das für ihn ein Abstieg und deshalb kein Thema wäre. Der geht doch nicht von einem Welt-Klub nach Hoffenheim."

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